Ein kleines Interview

Vor einiger Zeit bin ich auf den WordPress-Account von Jana gestoßen. Sie ist vor über einem Jahr nach New York als Au Pair gegangen; inzwischen wohnt sie jedoch in Fort Myers, Florida.
Ich habe ihr einige Fragen zu ihrem Aufenthalt in New York gestellt:

 

Was waren für dich Beweggründe ins Ausland zu gehen? Und warum New York bzw. Amerika?

Ich habe mich immer schon fürs Reisen interessiert und war mir in der 11. Klasse unsicher ob ein Studium schon das Richtige für mich ist. Erstmals habe ich mich entschlossen zwei weitere Jahre zu warten und die Allgemeine Hochschulreife zu erringen und dann hoffte ich würde ich wissen, was genau ich machen möchte. Leider kam es nur zu einem Richtungsentscheid und keiner genauen Studiumsentscheidung. Zu dem Zeitpunkt kannte ich schon eine Freundin die ein Jahr vorher beschlossen hatte Au Pair zu werden und somit habe ich mich beworben um mehr oder weniger meine Zeit zu verlängern und somit ernster über das Studium nachdenken zu können ohne gleichzeitig Zeit zu verschwenden. 

Wieso Amerika ist einfach zu beantworten: Die USA war schon immer ein Traumziel meinerseits. Meine absolute Lieblingsstadt: New York City. Dass es letztlich New York als mein Bundesstaat geworden ist, war absoluter Zufall.

 

Warum hast du dich dafür entschieden einen Blog über deinen Aufenthalt zu machen? 

Um meine Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten zu können. Dadurch können Sie lesen was ich mache und auch all’ meine Fotos ansehen.

Nach und nach kamen aber immer mehr Follower hinzu und ich bin von einer Au Pair Organisation angeschrieben worden ob ich nicht für die Werbung machen könnte und somit hat sich das ganze von einem lieb gemeinten Hobby zu einer etwas seriöseren Ebene erhoben.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen, als Au Pair nach Amerika zu gehen? 

Ich hab erstmals im Studiumführer darüber gelesen, dann ist Monate später eine Freundin Au Pair geworden und somit habe ich angefangen mich mehr dafür zu interessieren und mich darüber online zu informieren.

 

Was ist das für ein Gefühl seine Familie und Freunde hinter sich zu lassen“ und in einem anderen Land zu wohnen? 

Ich kann mich noch genau erinnern, als ich am Montag den 11. Juli 2016 durch den Security Check am Münchener Flughafen gegangen bin und mich von Freunden und Familie verabschieden musste. Ich weiß noch, dass es sich angefühlt hat, als ob ich für ein Jahr das Land verlassen würde, sondern einfach nur wie ein kurzer Urlaub. Es sind keine Tränen meinerseits geflossen und ich hatte auch kein schlechtes Gewissen.

Als ich mich im Januar 2017 dafür entschieden hatte zu verlängern und noch 9 weitere Monate hier zu bleiben habe ich einen Flug nach Hause gebucht um meine Familie und Freunde im Mai darauf zu besuchen.

Heim zu kommen und zu sehen wie jeder gewachsen ist, vielleicht eine Ausbildung oder ein Studium angefangen hat oder neue Freunde gefunden hat war für mich komischer/ schlimmer als der eigentliche Abschied.

 

Was waren die größten kulturellen Unterschiede, die du im Vergleich zwischen Amerika und Europa bzw Deutschland bemerkt hast?

Die Erziehungsmaßnahmen, das Essen, die Art und Weise wie die Menschen hier miteinander umgehen und die Art und Weise wie die Menschen hier reisen.

Zum Ersten: Die Eltern hier erziehen ihre Kinder oft nicht so streng wie wir es in Deutschland/ Europa gewohnt sind, was teilweise zu verzogenen Kindern führt.

Zweitens: Die Menschen hier sind, meiner Meinung nach, viel offener. Man bekommt oft mal ein “Oh du riechst gut” oder ein “Ich mag dein T-Shirt” von völlig Fremden. Andererseits kann es auf jemand der neu in Amerika ist komplett verstörend oder sinnlos wirken, wenn man ständig gefragt wird wie es einem geht, jedoch keine Antwort erwartet wird und sofort weiter geredet wird. Die Kassiererin an der Supermarktkasse, der Typ den man in der Toastabteilung begegnet, die Postboten oder auch die eigene Gastfamilie fragt mindestens einmal täglich “How are you?”. Erwartet wird sowieso nur die Antwort “I’m Fine. What about you?”, denn wenn man mal ehrlich darauf antwortet dann schauen sie dich an, als hättest du nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Zum letzen: Ich habe hier bemerkt, dass Entfernungen hier komplett anders sind. Ein Wochenendtrip von New York nach Houston Texas (Flugzeit von ca 4 1/2h) ist hier komplett normal. In Deutschland hingegen würde niemand mal für ein Wochenende in die Türkei oder nach Südspanien fliegen. Auch das Bemerken der Größe der USA haben mir gezeigt wie klein Deutschland eigentlich ist und wie einfach es wäre einfach mal komplett Deutschland anzusehen in nur einer Woche.

 

Wie lange sollte man sich darauf vorbereiten? Ist ein Sprachkurs zu empfehlen?

Eigentlich gar nicht! Unser Schulenglisch ist mehr als gut um sich verständigen zu können. Die Amerikaner verstehen viel und man braucht sich ABSOLUT gar keine Sorgen um die Sprache zu machen.

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